Dandysme

Historisches, Kulturelles und Literarisches zum Dandy

Charles Haas (1833-1902)

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Man begegnete in der Comédie-Française auch Charles Haas, ein Wunder an Auffassungsgabe, Klugheit und Intelligenz. Ein Jude, und als solcher furchtsam, der einzige Arme seines Stammes, war er der Freund aller Frauen, der Liebling aller Salons und von allen wertvollen Menschen geschätzt. Er gehörte zu jener Kategorie geistvoller Müßiggänger, die in der damaligen Gesellschaft gerne gesehen wurden und deren Hauptverdienst darin bestand, vor dem Diner im Jockeyclub oder bei der Duchesse de la Trémoille den neuesten Klatsch zu erzählen. Wenn ihm Beschäftigungslosigkeit nicht Grundsatz gewesen wäre, hätte ihn seine Intelligenz zu den ehrgeizigsten Wünschen berechtigt.

Quelle: Boni de Castellane: Wie ich Amerika entdeckte. Berlin: Verlag für Kulturpolitik, 1926: 82.

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