Adel verpflichtet (1949) erzählt die Geschichte eines jungen Dandys, der es voller Kaltblütigkeit und Entschlossenheit zum Herzogtitel bringt. Es geht um eines der zentralen Topoi des Dandysmus: den perfekten Mord, der Louis D’Ascoyne Mazzini auch tatsächlich gelingt.
Louis’ Mutter entstammt der Adelsfamilie d’Ascoyne, heiratet jedoch einen italienischen Sänger, woraufhin sie von der Familie verstoßen wird. Der Vater stirbt bei Louis’ Geburt und seine Mutter lehrt ihn von Anfang an den Stammbaum der Familie, überzeugt, dass er eines Tages in diese eingeführt werde. Als die Mutter stirbt, verweigert die Familie deren Beisetzung in der Familiengruft, was Louis zutiefst verärgert, der ohnehin schon gekränkt ist, weil er für seinen Unterhalt arbeiten muss. So reift in ihm der Entschluss, alle jene Familienmitglieder auszuschalten, die ihm in der Erbfolge voran stehen. Kaltblütig und mit klarem Verstand verfolgt er sein Ziel. Mit seinem taktvollem und stolzen Auftreten, perfekten Umgangsformen und perfidem Charme fasst er in der Familie Fuß und tötet seine Widersacher rasch und skrupellos. Schließlich erreicht Louis sein Ziel und wird der Herzog von d’Ascoyne.
Das perfekte Verbrechen war ihm zwar gelungen, doch ironischerweise wird er aus Eifersucht eines anderen Mordes beschuldigt, den er gar nicht begangen hat. Louis wird zum Tode verurteilt und akzeptiert diese Ironie des Schicksals mit nonchalanter Gleichgültigkeit. Schließlich wendet sich das Blatt erneut, doch dazu schauen Sie selbst.