Nachdem ich letztens eine Dokumentation über die Psychoanalytikerin Françoise Dolto gesehen habe, fiel mir ihr Buch “Le Dandy, solitaire et singulier” wieder in die Hände. Darin führt Dolto den Dandysmus auf eine fehlende Vaterfigur zurück, die der Dandy in der Schönheit zu sublimieren versucht. Er rivalisiere mit dem Vater, statt ihn zu ehren. Auch die Mutter sei abwesend und Dolto behauptet, der Dandy nehme ihre Rolle ein. Dies bedingt das zweigeschlechtliche Wesen des Dandys, das oftmals in Keuschheit oder Asexualität mündet. Trotzdem betont Dolto die Virilität des Dandys, der in beständigem Kampf mit der Gesellschaft stehe.
Françoise Dolto über den Dandy
Juli 2, 2009 | Keine Kommentare