Dandysme

Historisches, Kulturelles und Literarisches zum Dandy

Fürst Pückler in Branitz

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Im Bebra Verlag erschien dieser Tage ein kleines Büchlein über das Leben und Wirken des Prinzen von Pückler-Muskau im brandenburgischen Branitz. Der Autor skizziert darin das Leben des Fürsten, insbesondere dessen Reisen und die entscheidenden Liebschaften, darunter die Ehe mit Lucie – der Tochter des preußischen Staatskanzlers Karl August von Hardenberg, der Affäre mit der berühmten Sängerin Henriette Sontag und das Abenteuer mit dem Sklavenmädchen Machbuba. Im Mittelpunkt der Erläuterungen steht überdies die große Leidenschaft des “Parkomanen”, die Gartenbaukunst. Pückler gestaltete nicht nur die Umgebungen seiner Schlösser in Bad Muskau und Branitz sondern auch den Park von Schloss Babelsberg, nachdem der berühmte Landschaftsarchitekt Lenné daran gescheitert war. Das Buch bietet neben der Einführung zu Pückler-Muskau Wissenswertes über seine Gartenbaukunst, Skizzen, die noch hätten weiter ausgeführt werden können, insbesondere in Bezug auf das titelgebene Branitz. Komplettiert wird der Band durch diverse, zur Reise anregenden Fotoansichten des Parks und Schlosses in Branitz (leider ohne Innenansichten), wo Pückler-Muskau unter anderem eine Pyramide errichten ließ, die sein Grab beherbergt. Einzig sein Herz fehlt, das hatte der Dandy in Schwefelsäure auflösen lassen.


 
Rolf Schneider: “Fürst Pückler in Branitz. Mit Fotografien von Therese Schneider”, erschienen im bebra Verlag, € 9,95, ISBN 978-3-86124-641-1

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