Die Modejournalistin und Stylistin NJ Stevenson gibt in ihrem Buch “Die Geschichte der Mode. Stile, Trends und Stars” einenÜberblick von den Anfängen der Mode, die sie nach der Französischen Revolution verortet, eine Zeit, in der sich die Ständegesellschaft auflöste und Mode zum Ausdrucksmittel entstehender Individualitäten wurde, bis in die Gegenwart. Das Buch ist reich an Illustrationen und Abbildungen, die den Wandel der Moden erfahrbar machen. Stevenson präsentiert die Modestile der jeweiligen Epochen und stellt charakterische Kleidungsstile, wie Krinolinen, Turnüren, Melonen, das kleine Schwarze oder Bluejeans vor. Dabei wird der Zusammenhang von modischem und gesellschaftlichem Wandel deutlich sichtbar, wenn z.B. die so genannten Bloomers in den 1850er Jahren Hosen tragen, um ihren Emanzipationsbestrebungen Ausdruck zu verleihen. Daneben werden einflussreiche Gestalten der Modegeschichte vorgestellt, von Trendsettern wie Joséphine Bonaparte und Beau Brummell zu Schneidern und Designern wie Henry Creed, Paul Poiret oder Coco Chanel. Erfreulich ist, dass die Autorin sowohl die Entwicklung der Damen- wie die der Männermode darstellt. Deutlich wird dabei der immer schneller einsetzende Wandel im Wechsel der Moden und der zunehmende Eklektizismus durch verschiedenste Einflüsse aus anderen Epochen (Antike, Mittelalter), fremden Kulturen (Japonismus, Ethnolooks), Kunst (Futurismus, Surrealismus) und – zunehmend – der Popkultur (Hollywood, Glamrock, Rap, Grunge).
Die Geschichte der Mode
November 27, 2011 | Keine Kommentare